Da das menschliche Gehirn ähnlich wie ein Muskel funktioniert, d.h. umso erschöpfter reagiert, je mehr Entscheidungen bereits getroffen wurden (die Treffgenauigkeit der Prognosen von
Kapitalmarktexperten nimmt im Tagesablauf ab, je mehr Prognosen erstellt werden, umso schlechter und ungenauer werden sie). Deshalb greift man umso eher zu vereinfachten Lösungen, je mehr
Entscheidungen man bereits getroffen hat.
Forscher konnten eine zunehmende Entscheidungsmüdigkeit auch dadurch feststellen, dass die Analysten bei einer steigenden Anzahl bereits getätigter Prognosen zunehmend ihre alten
wiederholen (statt eine neue Schätzung zu machen, prognostizieren sie, was sie schon einmal prognostiziert haben).
Je mehr wir also zu entscheiden haben, umso weniger bemühen wir uns und weichen lieber auf einfache Faustregeln aus. Stimmen diese Überlegungen, so wird die Art, wie wir Entscheidungen
treffen, durch die Umstände bestimmt: haben wir weniger Entscheidungen getroffen, nutzen wir unsere kompletten geistigen Kapazitäten. Haben wir jedoch bereits viele Entscheidungen hinter uns, so
gehen wir zu Faustregeln über.
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