Wenn in der Bildung wahlweise mit Begriffen wie beispielsweise Globalisierung, Chancengleichheit, Wissensgesellschaft, sozialer Zusammenhalt, Standortsicherung oder Inklusivität agiert wird, werden Erfolge über Bildungsstatistiken nachgewiesen: „X Prozent aller deutschen Schüler haben Frühenglisch, werden gerade medienkompetent gemacht oder lernen Präsentiertechniken, erwerben die Hochschulreife – auch wenn völlig unklar ist, ob das im Einzelfall etwas Bestimmtes bedeutet“.
Im Denken vieler fest verankert: die Schule entscheidet über Lebenserfolg und Schichtplatzierung. Der Konkurrenzkampf um Gymnasialempfehlungen für Kinder wird härter.
„Wenn für Bildung der Erwerb von Zertifikaten an oberster Stelle steht, können Folgen nicht ausbleiben.“
„Welche zum Beispiel?“
„Dass man beispielsweise in Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen immer weniger auf Abschlusszeugnisse gibt.“
„Stimmt“
„Gleichzeitig werden an Schulen die Forderung herangetragen, sie sollten alles richten: das Familienleben selbst soll von Hausaufgaben und anderen Bildungsaufgaben weitgehend entlastet sein.“
„Das Streben nach Abschlüssen lässt manchmal den Eindruck von rücksichtloser Konkurrenz entstehen.“
„Viele sehen Gefahren von Aufstiegs- und Gerechtigkeitsidealen darin, dass vielleicht gerade sie einen Übergang zu mehr sozialen Ungleichheit bewirken könnten.“
„Und die Lernenden die Leidtragenden von immer mehr Investieren in Bildung sein könnten: Ballett, Selbstverteidigung, Cello, Malschule, Sprachurlaub und, und, und.“
COACHING-SZENEN EINES AGILEN ÜBERGANGS
Auf Schulwelt folgt Arbeitswelt plus Restwelt
https://www.bod.de/buchshop/coaching-szenen-eines-agilen-uebergangs-joerg-becker-9783734727443
Diplomkaufmann Jörg Becker
Executive Coaching
Autor zahlreicher Publikationen
Langjähriger Senior Manager in internationalen Management Beratungen
Inhaber Denkstudio für strategisches Wissensmanagement