Die grundlegende Frage zu einer Perspektive der Balanced Scorecard befasst sich mit dem finanziellen Erfolg, d.h. finanzielle Steuerungsgrößen werden auf Kennzahlen wie den Economic Value Added, die Umsatz- und Kapitalrendite oder die relevante Durchlaufzeit hin ausgerichtet. Die Balanced Scorecard stellt die Ertrags-, Kostensenkungs- und Produktivitätsverbesserungs- und Innovationsziele in den strategischen Kontext des shareholder-value-Konzeptes. Dabei geht es insbesondere darum, aus der Vielzahl der täglichen finanzwirtschaftlichen Daten die strategisch relevanten Informationen herauszufiltern und auch hinsichtlich ihrer Verflechtungen mit der Umwelt zu untersuchen.
„Bei der Finanzperspektive geht es um Ziele wie beispielsweise Liquiditätsverbesserungen, Rentabilitätsverbesserungen, Risikominderungen, Bilanzstrukturverbesserungen oder Verbesserungen der Kreditwürdigkeit.“
„Die Erfolgs- und Wachstumssteuerung des Unternehmens greifen auf die hochentwickelten Systeme von Jahresabschluss und Kosten- und Erlösrechnung zurück.“
„Diese sind zwar für die Gewinnüberwachung und -steuerung von fundamentaler Bedeutung, können aber nur in beschränktem Umfang den Informationen für die Liquiditätssteuerung dienen.“
„Insbesondere sind erfolgsrechnerisch ausgewiesene Gewinne nicht immer mit finanziell ausschüttungsfähigen Gewinnen gleichzusetzen.“
„?“
„Beispielsweise in Wachstumssituationen.“
„Bilanzielle Bestandsgrößen können aber keinen Aufschluss über die die Liquidität beeinflussenden Zahlungsströme geben.“
„Im Rahmen einer strategischen Sicherung des finanziellen Gleichgewichts muss die Finanzperspektive jedenfalls der Dynamik des Wirtschaftslebens Rechnung tragen.“
„?“
„Denn Kapitalausstattung, Kapitalbedarf, Wettbewerbsverhältnisse, Ertragslage, Einschätzung der Kreditwürdigkeit durch Außenstehende oder die finanzielle Abhängigkeit von Abnehmern ändern sich ständig.“
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