Die BWL ist mit Abstand die größte Einzelwissenschaft an deutschen Hochschulen. Mit mehr als 200.000 Studenten, die vor allem eine Grundlage für ihre künftige Karriere legen möchten und hierfür nach anwendbarem Wissen suchen. Ein Kennzeichen der Digitalwirtschaft sind Umbrüche in Unternehmen, die bisherige betriebliche Organisationsstrukturen in Frage stellen.
„Digitale Vernetzung ist eben mehr als nur eine Frage von Sensoren, Datenverarbeitung und Software- Schnittstellen.“
„?“
„Der technischen Vernetzung folgt die organisatorische.“
„?“
„Hierarchien werden abgebaut, ganze Hierarchiestufen fallen heraus.“
„Dafür sind Projektarbeit und vernetztes Arbeiten auf dem Vormarsch“.
Beispielsweise gehen in der BWL verwendete Abzinsungsmodelle (wenn Prognosedaten auf einen aktuellen Barwert abgezinst werden) von positiven Zinsen aus. Gehen diese aber gegen Null (oder unter Null), sind hieraus berechnete Ergebnisse betriebswirtschaftlich nicht mehr sinnvoll interpretierbar. „Auch die bisher als unumstößlich geltenden Grundlagen, dass man es in der Wirtschaft mit knappen Ressourcen zu tun hat (nur deshalb muss gewirtschaftet werden), deren Eigentumsrechte klar definiert sind (nur das ermöglicht Wettbewerb), geraten ins Wanken. Da sich nicht nur die Wirtschaft vernetzt, muss auch die BWL in Zukunft vernetzter denken (statt sich in zahlreichen Spezialgebieten und -anwendungen zu verlieren).
„Der Blick muss sich verstärkt auf die Gesamtzusammenhänge richten.“
„Und damit auch die Nachbardisziplinen einbeziehen.“
„Dabei geht es um die Auswirkungen der neuen Technologien.“
„Aber auch um ethische Fragen, wie Unternehmen über Nachhaltigkeit Einfluss auf den Wohlstand in anderen Ländern nehmen und damit Fluchtursachen bekämpfen können.“
„Oder wann erlaubte Steuervermeidung zur gesellschaftlich verpönten Steuerflucht wird“.
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