Eine betriebswirtschaftlichen Wissensbilanz funktioniert als 360-Grad-Radarschirm für verschiedene Beobachtungszwecke und -ebenen, mit dem insbesondere auch „weiche“ Einflussfaktoren umfassend identifiziert, differenziert abgebildet sowie systematisch bewertet werden können. Aus den Ergebnissen (beispielsweise einem Potenzial-Portfolio) können für die Unternehmensentwicklung fundierte, abstimmungsfähige Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die Früherkennung künftiger Chancen und Risiken unterstützt werden.
Da eine reine Status-quo-Betrachtung auf Dauer nicht ausreicht, kann diese hinsichtlich künftiger Perspektiven erweitert werden. Viele Darstellungsmöglichkeiten, wie z.B. Ampel-Diagramme mit rot-gelb-grün-Bereichen für die Bewertung von Erfolgs-faktoren, sind einfach zu verstehen. Die Wissensbilanz ist auf einer in der Wirtschaft gängigen Systematik aufgebaut und kommt daher der Denkweise von Unternehmern entgegen, kann als breite Kommunikationsplattform für Entwicklungsmaß-nahmen eingesetzt werden. Nichts ist so überzeugend wie eine Anschaulichkeit, wie sie in Form von Portfolio-, Ampeldiagramm- und Wirkungsnetz-Darstellungen geboten wird. Dabei werden auch ganzheitliche, strategische Denkweisen gefördert. Die Systematik und logische Strukturierung bevorzugt eine Vorgehensweise, mit der Bruchstellen und Widersprüchlichkeiten in der Bewertung und Steuerung von Geschäftsprozessen vermieden werden können.
https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?p=9&q=J%C3%B6rg+Becker