In einer Gesellschaft der Mobilen werden Immobile leicht als Alte, Rückständige oder gar Überflüssige angesehen. Denn alles scheint im Fluss befindlich (selbst das Wissen aufgrund seiner digitalen Überall-Verfügbarkeit). Und für viele scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu gelten: reise immer deiner Verwertbarkeit nach! Allerdings: in der Realität sieht manches anders aus. Die Sesshaften zählen keineswegs zu einer Minderheit. Die meisten bleiben dort, wo sie schon immer lebten. Mobilität ist zunächst einmal eine „lebensphasenspezifische Zumutung der modernen Berufswelt“. Wer jung ist, muss wandern (besonders wenn er viel verdienen will). Sesshaftigkeit ist nicht ein Merkmal der Verlierer in der Gesellschaft, sondern eher ein Privileg der Unabhängigkeit, ein Merkmal der Besserverdienenden. Je größer auch die Heterogenität der ökonomischen Räume desto größer auch der daraus ableitbare Zwang zur Mobilität.
Kreditnehmer in unsicheren Zeiten
Personalbilanz-Analysestory
https://www.amazon.de/Kreditnehmer-unsicherer-Zeit-PERSONALBILANZ-ANALYSESTORY-Becker/dp/B09V3M4LHF