Auf der einen Seite die Ängste, dass aus Informationspartikeln Datenraster erwachsen, weiter zu unentrinnbaren Netzen versponnen werden und Menschen dadurch zu willenlosen Kauf- und Konsummaschinen reduziert werden. Auf der anderen Seite die manchmal schon krankhafte Sucht, im Orbit des Internet nicht vergessen, sondern auf möglichst vorderen Plätzen der Suchergebnisse wahrgenommen zu werden: denn nur so können aus dem unendlichen Datenuniversum heraus neue Gedanken entstehen.
„Suchmaschinen sollen also keinesfalls verschwinden?“
„Nee, man will ja gefunden und beachtet werden.“
„Auch in der Filterblase?“
„Na klar, allenfalls sollten diese Suchmaschinen so algorithmengesteuert arbeiten, dass die eigenen Profile noch heller und in einem maximal günstigen Licht erscheinen.“
„So ist das also.“
Zeitalter der Beschleunigung und Entgrenzung
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