„Immer wieder diese Kommunikation.“
„Ja, wir befinden uns wirklich im Dauerstress permanenter Kommunikation.“
„Und, es steht zu befürchten, dass man auch bei Klassentreffen hiervon nicht verschont bleiben wird.“
Beim Burnout läuft die Kommunikation falsch. Es ist eine Fehlanpassung an neue Anforderungen. Denn das Smartphone ist immer dabei. Über das Smartphone ist man nie mehr unerreichbar, nie außer Dienst. Wie von unsichtbaren Kräften gefesselt hängt man immer unentrinnbar an ihm. Per Mail steht man quasi minütlich im Kontakt zur Arbeit. Eine solche Dauerbelastung führt leicht zu chronischem Stress. Eine überbordende Arbeitsmenge ist ein Risikofaktor. Als Verstärker wirken: wenig Anerkennung, kaum Einfluss auf das Arbeitspensum, ein Mangel an Teamgefühl, ständige Erreichbarkeit, Versagens- und Existenzängste.
„Ein möglicher Ausweg.“
„?“
„Abkoppeln vom Tagesgeschehen durch erzwungene Meditation.“
„Das heißt?“
„Alles, was den Geist ablenkt, uns die Arbeit vergessen lässt.“
„?“
„Das kann Sport sein, Yoga, ein gutes Buch oder Musik.“
„Jeder der Tennis spielt, Fußball oder Klavier, weiß: Konzentriere ich mich auf den Ball oder die Noten, kann ich meine Aufmerksamkeit nicht auf etwas anderes lenken.“
„Und dabei geht es auch um die Frage der Filter Bubbles.“
„Zum Beispiel: Sind Klassentreffen Informationsblasen oder Echokammern?“
„Oder soziale Milieus, in denen Gleichgesinnte unter sich sind und bleiben.“
„Oder sind es wie bei Facebook Gesinnungsblasen?“
„In denen jeder durch Likes und Freundschaftsanfragen sich sein soziales Milieu mit homogenen Weltbildern selbst nachbauen kann?“
„Oder ist es so wie früher, als Personen, die dasselbe googelten auch noch das gleiche Ergebnis erhielten.“
Vom Schüler zum Professional
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