Wenn über Pisa Druck ausgeübt wird, Erziehungs- und Bildungsangebote zu eng an den Standards der Wirtschaft auszurichten, werden die Grenzen zwischen Bildung und Ökonomie überschritten. Der Funktion des Erziehens werden rein ökonomische Denkweisen mit Wachstumsideologien und Renditestreben übergestülpt. Vor diesem Hintergrund stellen sich manche die Frage, ob sich denn Universitäten in Deutschland nicht bereits vom Ideellen, Anspruchsvollen, Programmatischen verabschieden (wollen, müssen)? Beispielsweise wenn eine Universität als Einrichtung ihre Forschung an außeruniversitäre Zentren verliert, ihre Lehre immer mehr verschult oder sich „von einer Bildungsidee verabschiedet, die einmal sehr viel mehr als Ausbildung in einem engen fachlichen Rahmen bedeutete“. Wenn geforscht wird wie anderenorts auch, gelehrt und gelernt wird, als gehe es darum, mit der Schule zu konkurrieren.
Hört man auf, treibt man zurück
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