Innere Freiheit und grenzenloser Gedankenraum: während seiner Gefangenschaft hat der ehemalige Flieger die Welt gesehen, in der wir alle lebten. Und er hat sie besser dargestellt als viele andere. Und letzten Endes hat er sich nicht gefügt in das, was war, hat übliche Beschränkungen und Plausibilitäten nicht akzeptiert, vermutlich nicht einmal geahnt. So erwecken die von ihm aufgeschriebenen Zeilen und Texte den Eindruck der Freiheit und des unbesiegbaren Wunsches nach Leben:
Bunter Falter meiner Träume
hälst, wenn ich schlafe
umklammert
an den mondenhellen
Schenkeln – die Nacht !
Die Nacht –
Kristall der Unruh
um zu gedeihen
brauchst du keine Stille,
traumhaftes Leben du.
Des Todes Gewissheit störet nicht
Cassandra schillern
deiner Träume,
das Neubeginnen
aus dem alten Meer - ,
am Ufer ermatteter Seelen
Schilfe – traumflüsternde
Halme bewegen.
An deinen Brüsten
tief im Glück, hängt
das Licht der Sterne
deine Haut,
die den Himmel baut
als Brandung in die
Horizonte rollt.
Und zwischen Wolkenzug
und Wogenspiel
raunt der Wipfel Meeresgrün
deine Träume. – Cassandra !
In seiner inneren Freiheit so ganz allein in seinem strahlend, dunklen, grenzenlosen Raum konnte er unter allen Sternen wählen. Ob er wohl glaubte, dass es im Leben ein Zentrum gibt? Was immer er glaubte, es hat ihn in Bezug auf die Menschen nicht zynisch gemacht, sondern nur skeptisch und interessiert. In der Gefangenschaft hatte er das Gefühl, dass das Leben irgendwo da draußen stattfindet, aber nicht dort, wo man selbst ist.