Im Zeitalter der Information und programmierten Produktion nehmen auch Produkte immer mehr den Charakter von Information an. Wörter sind eine Art Informationsspeicher, mit welchem man mit großer Geschwindigkeit die ganze Umwelt und Erfahrung wiedererwecken kann. Alle Formen von Ökonomie sind immer das Ergebnis von Informationsbewegungen. „Die neuen Medien und Techniken, durch die wir uns selbst verstärken und ausweiten, stellen gewaltige kollektive Eingriffe dar“. Genauso wie eine gute Bildung längst nicht mehr ein Luxus sondern in der Wissensgesellschaft zwingende Notwendigkeit ist, wird der Künstler unentbehrlich bei der Gestaltung und Analyse zum Verständnis veränderter Lebensformen. „Die Fähigkeit des Künstlers dem mörderischen Schlag einer neuen Technik jederzeit auszuweichen und solche Gewaltakte ganz bewusst zu parieren, ist uralt“. Denn der Künstler ist ein Mensch, der nicht nur die Tragweite seines Schaffens sondern auch die neuen Erkenntnisse seiner Zeit erfasst: er ist ein Mensch mit vollem und ganzen Bewusstsein: Kunst ist exaktes Wissen im Voraus, wie man mit psychischen und sozialen Auswirkungen der neuen Technik fertigwerden kann. Unsere Augen, Ohren, Nerven (Daten) an kommerzielle Interessenten zu verpachten, ist fast so, als würde man auch die menschliche Sprache einem Privatunternehmen überlassen oder die Erdatmosphäre zum Monopol einer Gesellschaft machen. Die Sprache leistet für die Intelligenz, was das Rad für die Füße und den Körper leistet.