Erfahrungen und ein Wissensschatz, den in der Vergangenheit ein Einzelner aufgebaut haben mochte, sind heute weniger wert als die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auf etwas fokussieren zu können und es aufzubereiten (editieren) zu können. Die Fähigkeit, einer Maschine Informationen zielgerichtet entnehmen zu können hat Fähigkeiten abgelöst, sich ohne Hilfsmittel erinnern zu können. Seine Aufmerksamkeit gezielt auf etwas richten zu können ist oft wichtiger als sachkundiges Detailwissen.
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Nicht wenige fühlen sich von dem Ansturm an Informationen überfordert. Es kommt darauf an, unnötige Informationen zu verwerfen, um die verborgene Gestalt des Wissens freizulegen. Noch vor nicht allzu langer Zeit, musste Wissen aktiv ausfindig gemacht werden. Heute dagegen werden wir mit Informationen geradezu überschwemmt: vieles davon ist irrelevant oder von zu geringer Qualität. Im internetgesteuerten Denken wird nicht prämiert, was man weiß, sondern was man herausfinden kann. Das Netz erfordert einen neue Form von Lesefähigkeit: die Fähigkeit, aus dem Übermaß der Informationen schnell und gezielt das Hilfreiche von dem Sinnlosen zu unterscheiden. „Das Internetdenken besteht nicht nur aus Surfen und Sammeln, sondern auch aus Auswählen und Wegwerfen“. „Morsches Holz abschlagen zu können ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit des Onlinegehirns“.
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