Die durch Digitalisierung maximierten Möglichkeiten stellen die Gesellschaft vor neue Anforderungen. Denn vernetzte Lebensweisen sind nicht nur flexibel und grenzüberschreitend, sondern auch anspruchsvoll (anstrengend). Wenn wir immer online sind, so ermächtigt diese Konnektivität nicht nur, sie (über-) fordert auch. Vernetzung macht die Welt nicht nur schneller, sondern auch komplexer. Diese digitalisierte Welt kann man nur richtig verstehen, wenn man lernt, selbst komplexer (vernetzter) zu denken. Die Vernetzung muss man als sozialen Wandlungsprozess (der neue Verbindungen und Beziehungen schafft) begreifen, man braucht eine neue Perspektive, so etwas wie einen „synthetischen Blick“ des ganzheitlichen Denkens.
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Mit zunehmender Vernetzung wächst aber gleichzeitig der Wunsch, das Hier und Jetzt wieder bewusster und intensiver zu erfahren. Der Gegentrend zur Multitasking-Gesellschaft sind daher Achtsamkeit und Entschleunigung. Eine humane Digitalisierung, die diesen Ansprüchen gerecht wird, reflektiert eine neue, ganzheitliche Perspektive auf die Welt (als fluktuierendes System): eine Sowohl-als-auch-Sicht, die nicht nur Quantitäten sondern auch Qualitäten mit einschließt.