Klassentreffen - Nabelschau für Fortgeschrittene. Vor allem deshalb weil die Sozialisation während der Schulzeit wichtig war und das gesamte weitere Leben geprägt hat. Das schafft Nähe und andere Bezüge als in anderen Lebenssituationen. Persönliche Macken, Mimik, Eigenschaften bis hin zum Tonfall sind alles Merkmale, die meistens während der Schulzeiten entwickelt wurden. Die sozialen Medien machen es leicht, alte Kontakte wieder neu zu beleben. Bis zum Abitur verlaufen Schülerleben wenn schon nicht synchron, so doch wenigstens parallel. Im langjährigen Rückblick wird oft die Unbekümmertheit einer Generation fühlbar, die keinen Leistungsdruck kannte, weil sie Studienfächer noch frei wählen (und wechseln) konnte. Eine Schülergeneration aus unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen, die damals immer Miteinander keine Rolle spielten. Und jetzt beim Wiedersehen: reden, reden, reden; die Gespräche sind offener und weniger aufpoliert als sonst auf einer Party.
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