Google, Facebook, Internet & Co. haben mittlerweile solche Ausmaße angenommen und Menschen mit Beschlag belegt, dass gestresste Manager, ITler, Konsumflüchtlinge u.a. mittlerweile beginnen, sich nach Freiräumen und Auszeiten hiervon zu sehnen und einen Traum der sogenannten „Digital Detox Camps“ leben wollen. Ohne What´s App, E-Mails, ohne Tastatur-geklapper, Nachrichten-Plings. Der überwiegende Teil aller Smartphonebesitzer meint, ohne ihr Handy nicht mehr leben zu können, schaltet ihr Handy alle zwölf Minuten und damit etwa 80mal am Tag an. Jede noch so kleine Pause wird vom Griff zum Handy begleitet. Im Hintergrund immer die unbestimmte Angst, vielleicht etwas zu verpassen oder den Anschluss zu verlieren. Bis hin zur unausgesprochenen Frage, ob sich die Welt noch mit mir als Person dreht? Die permanente gedankliche Beschäftigung mit Medien der digitalen Welt führt leicht zu Entzugssymptomen, wenn diese plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Schon ein kleines Funkloch wäre eine mittlere Katastrophe. Mentale Fitness wird sich auf Dauer nur erhalten lassen, wenn sich die digitale Flut eindämmen lässt, d.h. die digitale zur realen Welt in Balance gehalten wird. Der Zustand der politischen und individuellen Freiheit wird in einer Zahl, dem Freiheitsindex abgebildet. Favorit ist der „betreuende“, „sich kümmernde“ Staat, der im Unterschied zum „liberalen“ Staat als gerechter, wohlhabender, mensch-licher, lebenswürdiger angesehen wird. Jeder sei seines Glückes Schmied: die einen sind oben, die anderen sind unten.
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