E-Books können und werden gedruckte Bücher nie komplett ersetzen, sind aber dessen ungeachtet ihre moderne Variante. Wer generelle Vorbehalte hat, könne (sollte) sich auch fragen: „Wozu braucht man Fernsehen, wenn es Radio gibt ? Wozu braucht man Tonfilme, wenn es Stummfilme gibt?“ Das E-Book unterliegt wie das gedruckte Buch den gleichen Marktgesetzen. Es gibt sehr erfolgreiche E-Books, denen ein Buchverlag nie eine Chance gegeben hätte. Für Eigenverleger ist es bereits ein (unschätzbarer) Vorteil, wenn bei der Suche nach einem Verlag die Anbiederung entfallen kann und wenn Ausstattung und Inhalt allein vom Eigenverleger selbst entscheiden werden können. Der Eigenverleger hat alle Möglichkeiten, seine Bücher so umzusetzen, wie er sich das vorstellt, um damit Geld zu verdienen. Wenn der Eigenverleger nicht nur Einzelbücher, sondern eine komplette Buchreihe auflegen will, wird er bei einem Verlag ohnehin vor eher verschlossenen Türen stehen.