Risikovermeidung, -verminderung: auch mit der besten Kombination präventiver Maßnahmen lassen sich Risiken nicht völlig ausschalten. Trotzdem muss versucht werden, die Auswirkungen von Risiken zu reduzieren, d.h. eine zu befürchtende negative Zielabweichung zu begrenzen bzw. auszugleichen. Z.B. lässt sich durch Verteilung von Risiken auf mehrere Gebäude (Komplextrennung) oder Standorte (Begrenzung des Totalausfallrisikos) oder durch Produktdifferenzierung (Verteilung der Marktrisiken) eine Risikostreuung erreichen. Hierbei hat die traditionelle Bilanzanalyse heute nur noch begrenzte Aussagekraft, da vergangenheitsbezogene Daten kaum Anhaltspunkte für künftige Entwicklungen geben können. Berücksichtigt werden darüber hinaus zukunftsbezogene Verfahren zur Krisenfrüherkennung: so werden durch kontinuierliche Suche und ständige Beobachtung von wichtigen Bewegungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens aussagefähige Indikatoren bestimmt, deren Veränderung Hinweise auf mögliche positive oder negative Entwicklungen geben können (z.B. Auftragseingänge für die gesamte Branche, Inflationsrate, Kundenzufriedenheitsanalysen, Cash Flow, Krankheitsquote u.a.).