Es gilt die Frage zu klären: welcher Standortfaktor ist besonders wichtig, welcher vielleicht weniger wichtig? Im Wege von Fremdbilderhebungen und Konkurrenzanalysen taucht somit zwangsläufig das Problem der unumgänglichen Gewichtung von Standortfaktoren auf: unabhängig davon, ob eine Bewertung im Wege der Eigenbild- oder Fremdbildanalyse erstellt werden soll bleibt damit ein weiteres Problem zu lösen: aus Sicht des individuellen Nachfragers, d.h. beispielsweise eines ansiedlungsinteressierten Unternehmens stellt sich auch jeder Standortfaktor von mit einer von Fall zu Fall sehr unterschiedlichen Bedeutung dar. Um das Verfahren der Punktebewertung weiter zu verfeinern, kann man zusätzlich jeden Standortfaktor entsprechend seiner Bedeutung (im Allgemeinen prozentual ausgedrückt) gewichten. Das Verfahren kann jeweils nach individuellen Wünschen und Anforderungen eines Standort-Interessenten angepasst werden. Wird jedoch eine Vielzahl von Einzelfaktoren nur einfach gewichtet, so würde sich eine reine Addition der hieraus errechneten Bewertungsziffern zu sehr dem oben als nicht ausreichend erkannten Punktebewertung-Verfahren angleichen. Mehr Aussagekraft durch Gewichtsstufen-Bewertungsverfahren: das Bewertungsverfahren für Standortfaktoren sollte daher in einer weiteren, zweiten Gewichtungsstufe noch zusätzlich ausgebaut und verfeinert werden (= Gewichtsstufen- Bewertungsverfahren).