Kernelement einer Standortstrategie ist die verbindliche Vereinbarung und Festlegung von Zielen. Dieses wiederum ist die Grundlage für alle operativen Umsetzungsaktivitäten. Insbesondere geht es darum, wie und welche „weichen“ Standortfaktoren nachhaltig weiterentwickelt werden sollten. Für das Standortumfeld erkannte Möglichkeiten und Risiken sollten zur Vision und Strategie in Bezug gesetzt werden. Die Standortstrategie soll dann beschreiben, wie künftig am Markt agiert werden soll sowie welche Investitionen und Maßnahmen hierfür vorgesehen sind. Die Strategie beschreibt zukünftige Aktionen. Dabei ist auf die Einhaltung der Reihenfolge: Ziel-->Weg---->Erfolg zu achten. In einer zahlenorientierten Finanzwelt reichen zu einer detaillierten Standortbeurteilung nur verbale Darstellungen nicht aus. Eine der Hauptursachen, warum komplizierte, da an vielen Stellen miteinander vernetzte Sachverhalte des Standortes bislang so wenig greifbar gemacht werden konnten, liegt in der komplizierten Bewertung und Messung immaterieller sogenannter weicher Faktoren begründet. Für Standorte geht es aber gerade darum, anhand von immateriellen Faktoren eine Marktposition zu erobern. Die richtige Positionierung basiert aber nicht nur auf materiellen oder immateriellen Standorteigenschaften, sondern auch auf der Zielrichtung, d.h. dem Finden der richtigen Zielgruppe. Wenn die Wirtschaftsförderung Bemühungen auf bestimmte Segmente konzentriert, ist es leichter, spezifische Anforderungen von Investoren zu verstehen und sich hierauf einzustellen. Dies erhöht die Erfolgsaussichten.