Die Gefahr, ein Geschäftsvorhaben an den Marktrealitäten vorbei zu steuern besteht immer dann, wenn die Reaktionszeiten zu lang und die Planungs-Werkzeuge zu sehr auf die Fortschreibung der Vergangenheit statt auf die Beherrschung der Zukunft ausgerichtet sind. D.h. erfolgreiche Strategien erwachsen nicht aus einer Projektion der Vergangenheit in die Zukunft, sondern aus der Entwicklung der zukünftigen Position des Geschäftsmodells und aus der Beschreibung des dorthin führenden Weges. Zwar mag es sein, dass Jüngere dabei eher unkonventionelle Wege gehen und mehr Risiken auf sich nehmen, doch die Älteren haben mehr wertvolle Erfahrung und Ressourcen (neben Fachwissen, Berufs- und Markterfahrungen auch mehr Ersparnisse, die man in die Unternehmensgründung stecken kann). Vorausabwägen verschiedener Entscheidungsmöglichkeiten ist heute mehr denn je eine Wurzel des Geschäftserfolges. Denn was nützt Wissen, wenn es nicht angemessen wahrgenommen wird? Im Gegensatz zu ausgefeilten finanziellen Meßsystemen liegt die Analyse des Intellektuellen Kapitals häufig noch im Dunkel. Anders als im Finanzmanagement kann bei der Wissensbilanzierung nicht ohne weiteres auf einem allgemein akzeptierten Instrumentarium von Indikatoren aufgebaut werden. Nicht zuletzt deshalb müssen auch möglicherweise noch andere Wege beschritten und erprobt werden.