Professional Development und Leadership forcieren, Ziel, Ergebnis: Die richtige Balance zu finden entlang der Frage, wie viel Innovation und wie viel Tradition ein Unternehmen braucht, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, braucht "Leadership". Auf der einen Seite steht das perfekte Organisieren von Abläufen mit zugehörigem Planen und Kontrollieren, auf der anderen Seite das Bestreben, Mitarbeiter mit Visionen zu inspirieren und zu motivieren. Die Ansprüche von Mitarbeitern sind hoch: der Vorgesetzte soll Autorität besitzen, fachlich gut, menschlich, verständnisvoll, fair, gerecht u.a. sein. Immer im Auge behalten werden muss: ein Chef ist ein Chef, ob das nun gut ist oder nicht, ein Chef-Arbeitnehmer-Verhältnis ist selten eine demokratische Veranstaltung.
Vorgehen: Es geht darum Kräfte zu fördern, Neues zu schaffen und den Wandel zu bewältigen. Viele typische Leadership-Eigenschaften fallen unter die sogenannten Soft-Skills und können nachhaltig nur in der Praxis, d.h. weniger in Führungsseminaren, erlernt werden. Leadship-Fähigkeiten sind u.a. Kommunikations- und Repräsentationskompetenz, Konfliktmanagement und die Fähigkeit, Ziele nicht nur zu setzen, sondern auch zu diesen Zielen hinführende Wege aufzuzeigen. Der durchschnittliche Mitarbeiter lästert/ ärgert sich mehrere Stunden pro Woche über seine Chefs. Meist wird nur selten ehrliches und offenes Feedback gegeben; stattdessen gibt es häufig nur vorauseilenden Gehorsam ("bei uns ist die Hölle oben und der Himmel untern"). D.h.: bloß weil jemand fachlich gut ist, muss er nicht automatisch auch ein guter Vorgesetzter sein. Führen muss als eigenständige Aufgabe gesehen werden: Personalverantwortung heißt vor allem auch Beziehungsarbeit übernehmen.
Wirkungsprognose: Leader handeln eher mit einem Blick auf das Gesamtbild, reine Manger behalten mehr die Details von Prozessen im Blick. Leader sind nicht besser als Manager, sie sind anders. Problematisch sind Leader, die zu oft ihren Launen nachgeben: in kurzen Zeitabständen zeigen sie einmal auch für abgelegene Vorschläge joviales Verständnis und traktieren kurz darauf ihre Mitarbeiter mit autoritären Anweisungen. Ergebnis: die Mitarbeiter werden in dauernder Unruhe gehalten und rätseln über solche Primadonna-Launen.