Über die hohe Bedeutung der Information als Wettbewerbsfaktor besteht aufgrund verkürzter Lebenszyklen, Verkürzung der Time to Market, Öffnung der Märkte oder globaler Vernetzung kein Zweifel mehr. Es geht darum, Marketingentscheider gezielt zu informieren sowie ihnen Analysen und Bewertungen bestimmter Daten zu ermöglichen. Datenbanken haben im Marketing längst ihren festen Platz (Database Marketing) Von den USA ausgehend wird das Instrumentarium im Rahmen des Information-Driven-Marketing um Analysemethoden wie Data Mining erweitert. Die in riesigen Datenbeständen in allen Facetten abgebildeten Geschäfts- und Marktvorgänge entziehen sich oft der Analyse und dem Verständnis. Trotz aller Anstrengungen bleiben viele dieser „Informations-Adern“ unentdeckt, die wertvolles Wissen über Verbraucher-Kaufverhalten, Produktbeziehungen, Verbraucher-Profile und viele andere Fakten der modernen Geschäftsprozesse in sich bergen. Marketingentscheidungen basieren einerseits auf unternehmensinternen Informationen (Kunden, Produkte, Zulieferer) andererseits müssen auch externe Informationen (Konjunktur-, Markt-, Konkurrenzdaten, demographische und geographische Daten) mit einbezogen werden. Der Data Mining-Ansatz versucht, diese „Informationsadern“ aufzuspüren, indem Datenbestände noch tiefer und mit unkonventionellen Methoden „gemint“ d.h. „durchgraben“ werden. Data Mining fragt nicht in bisher üblichen Rastern ab, sondern setzt Verfahren und Algorithmen wie z.B. neuronale Netze, Zeitreihen-Analyse u.a. ein, die nach Auffälligkeiten such sollen, an die man bisher noch gar nicht dachte.