Im Verlauf eines Produktlebenszyklus verändern sich der „Wert“ bzw. das Kosten-/ Nutzenverhältnis einer Leistung für den Kunden, die Mitteil- und Demonstrierbarkeit des Wertes, die Komplexität des Produktes, der Standardisierungsgrad, die Kompatibilität eines Produktes sowie auch viele andere ökonomisch und technisch relevanten Merkmale. Aus diesen Veränderungen folgt, dass insbesondere für kurze Produktlebenszyklen wegen des zusätzlich zu berücksichtigenden Zeitfaktors entsprechend dynamische Prozesse in Gang gesetzt werden müssen. D.h.: wer am Markt beweglicher sein will, d.h. Kundenwünsche schneller in konkrete Produkte umsetzen muss, kann nur im Rahmen eines progressiven Change Management dafür sorgen, mit innovativen Produkten als erster am Markt zu sein. Eine abwartende Haltung können sich nur Unternehmen leisten, die quasi „aus der zweiten Startreihe“ heraus den Markt beherrschen. Hier wird im Rahmen dieser Strategie manchmal auch bewusst mit Veränderungen gewartet: d.h. parallel dazu werden Eigenentwicklungen forciert, um den Markt mit einem qualitativ besseren Produkt zu überraschen, sobald der Wettbewerber aus der Deckung gekommen ist. Nur ein zeitorientiertes, simultan verknüpftes Change Management kann somit auch gewährleisten, dass die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt getan werden. Die Suche nach der Einzigartigkeit durch Spezialisierung bzw. durch die Bildung von besonderen Markt-Produkt-Segmenten ist derzeit im vollen Gang. Durch die fünf Freiheiten, nämlich Informations- und Kapitalfluss, Güter- und Dienstleistungsbewegungen sowie Arbeitsplatzwahl sind für alle Beteiligten Zugänge zu unterschiedlichen Leistungen und Technologien möglich, d.h. die Marktdynamik nimmt weiter dramatisch zu.