Fachleute meinen, „dass Computer einmal mindestens in begrenztem Umfang schlauer als Menschen sein werden. In vielen speziellen, klar definierten und messbaren Tätigkeiten sind sie das bereits. So ähnlich wie die industrielle Revolution menschliche Muskelkraft und Körperfähigkeiten vielfach neutralisierte, werden intelligente Rechner das mit der Geisteskraft tun.“ Beispielsweise werden Programme entwickelt, die mit Hilfe von riesigen Datenmengen aktuelle und künftige Gefahren abschätzen können, um Sicherheitsentscheidungen zu treffen. Dabei werden verschiedene Schichten von Daten aufgeschlüsselt: auf der untersten Ebene liegen statistische Informationen von Städten oder Landkreisen, Kriminalitätsrate, Einbruchstatistiken und Unfälle. Mit jedem zusätzlichen Datensatz soll der Algorithmus schlauer werden. Über alle gesammelten Daten wird eine Echtzeitebene gestülpt, durch aktuelle Ereignisse können errechnete Ergebnisse angepasst werden. Der Computer leuchtet aus, was kritische Prozesse sind und was passiert, wenn diese ausfallen würden. Der schlaue Computer vermeidet eine große Schwäche jetziger statischer Systeme, die nur in die Vergangenheit blicken: denn Risikoanalysten überprüfen im Grunde nur ihre Einschätzung vom Vortag und personalisieren das Risiko nicht, obwohl kaum etwas so unterschiedlich ist wie das persönliche Sicherheitsempfinden.