Welt der vielen Zahlen: das tägliche Leben wird erfassbar, entschlüsselbar und berechenbar gemacht, der Zufall daraus verbannt. Vordenker dieser Welt sehen am Horizont bereits die Überwachung aller menschlichen Regungen auf dem Weg zur permanenten Selbstoptimierung: der Mensch und eine Welt der perfekten Dinge werden eins, aufeinander abgestimmt und unlösbar miteinander verbunden. Mit bürgerlicher Gleichgültigkeit wird die Entwicklung einer neuen Elite mit Datenmacht und Datenreichtum bewusst kaum wahrgenommen: anonyme Organisationen können individuelle Schicksale bestimmen. Auffällig für den Außenstehenden ist aber schon der scheinbar unstillbare Hunger von Daten-Multis nach Schlüsseltechnologien (Roboter, Drohnen, künstliche Intelligenz). Hinter einem vordergründigen Bild kleiner, angeblich kostenfreier Annehmlichkeiten scheint im Maschinenraum der Informationsökonomie eine selbstorganisierte Parallelwelt zu entstehen, deren Kriterien für eine Qualitätskontrolle (so überhaupt vorhanden) dem öffentlichen Bewusstsein entzogen sind.