„Mit Indikatoren für die Strukturqualität kann man Rahmenbedingungen für die Gesundheitsleistungsproduktion beschreiben“, sagte Standortbeobachter Torsten Schröder.
„Welche Strukturmerkmale einer Reha-Klinik könnte man Ihrer Ansicht nach auch in einer Standortanalyse erfassen?“, erfragte hierzu Consultant-Manager Robert Brent.
„Nun, alle räumlichen, personellen, technischen und finanziellen Merkmale.“
„Das heißt solche Merkmale, die Einfluss auf die Ergebnisqualität haben oder Prozesse ermöglichen?“
„Genau. Darüber hinaus würde ich als erfolgsrelevante Merkmale auch die Einrichtungsgröße, das Umfeld der Einrichtung und das Vorhandensein eines Qualitätsmanagements ansehen.“
„Und auf welche Prozessmerkmale sollte man achten?“
„Zu den Prozessmerkmalen zählen die Arbeitsorganisation und der Behandlungsablauf in der Reha-Einrichtung.“
„Auch die Kommunikation und Kooperation der Mitarbeiter untereinander?“
„Natürlich auch das. Im Einzelnen wären hier folgende Bereiche der rehabilitationsbezogenen Prozesse wichtig: Zuweisung, Behandlungskonzept, Anamnese, Diagnostik, Therapie inklusive Therapiezielfestlegung, sozialmedizinische Stellungnahme und Nachsorge.“
„Gibt es denn sonst noch irgendwelche konzeptionellen Merkmale von Bedeutung?“
„Ich glaube schon, im weitesten Sinn nämlich das Wertesystem einer Reha-Klinik.“
„Was hat man darunter konkret zu verstehen?“
„Hierunter werden Leitbilder, Regeln und sonstige Grundsätze zusammengefasst.“
„Das heißt, damit könnten auch einrichtungsbezogene Merkmale wie Organisationsstruktur, Klinikphilosophie und Qualitätssicherung abgebildet werden?“
„Ja, und zwar auch einschließlich solcher Merkmale wie Führung und Verantwortung, interne und externe Vernetzung, Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie Arzt-Patient-Kommunikation.“