Medizinische Reha-Einrichtungen haben häufig nicht nur einen Behandlungsschwerpunkt, sondern verfügen oft über verschiedene Fachabteilungen (z.B. Kardiologie und Orthopädie). Es ist recht selten so, als ob über einem Standort ein Schleier von alles verhüllenden Standortfaktoren und undurchsichtigen Erfolgsgeheimnissen läge. Vielmehr ist es allzu oft ein eher lückenhaftes Netz aus unvollständigen oder in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen noch eher unbekannten Prozessen. D.h. oft ist das eigentliche Standortgeschehen kaum für Schlüsselpersonen vor Ort und noch weniger für Außenstehende wie beispielsweise dringend benötigte Investoren durchschaubar: je nach einer der vielfältigen Standortfragen richtet man den Blick bzw. die Analyse immer nur auf einige hierzu herausgepickte Aspekte, lässt alles Andere außen vor oder überlässt es anderen Paralleluntersuchungen, -gutachten und -programmen. Die Begründung und Rechtfertigung hierfür klingen immer gleich oder ähnlich: andere Vorgehensweisen sind zu kompliziert, nicht machbar, zu aufwendig, nicht praktikabel usw. Nach Angaben der Rentenversicherung dürfte es in Deutschland insgesamt ca. 1.300 Fachabteilungen, davon ca. 350 Orthopädie-Rehas geben. Wenn vom FOCUS für die Orthopädie ca. 130 TOP-Auszeichnungen vergeben und hierbei vielleicht 260 Orthopädie-Rehas an dieser Aktion teilgenommen haben, wäre demnach jede 2. Reha-Klinik in Deutschland nach FOCUS-Meinung eine TOP-Klinik. Allerdings haben sich nach Untersuchungen der DRV Rehabilitanden der ambulanten orthopädischen Rehabilitation häufig zufriedener als Rehabilitanden der stationären Einrichtungen geäußert. In den Augen von Mister Knie ist dieses Ergebnis schon erstaunlich und war für ihn so nicht zu erwarten. Etwas verunsichert entschließt sich Mister Knie trotzdem für eine stationäre Reha-Klinik im Anschluss an seine OP. Und hofft, dass ihm dort bei dieser überwältigenden Zahl von TOP-Kliniken bei seiner Orthopädie-Reha nur das Beste widerfährt.