Durch die Konkurrenzbeobachtung kann ein Zeitgewinn und dadurch eine Zunahme der Aktionsmöglichkeiten, eine Vergrößerung der Aktionsspielräume oder eine Verminderung des Entscheidungsrisikos erreicht werden. Entwicklungen werden dadurch plastischer, längerfristig vorhersehbar und planbar. Anlässe zum Einsatz der Konkurrenzanalyse sind unternehmenspolitische Entscheidungen mit bedeutendem Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wie beispielsweise größere Rationalisierungsinvestitionen, Akquisition eines Unternehmens, Erschließung eines neuen Exportmarktes, Entwicklung eines neuen Produkts, Veränderung der Organisationsstruktur oder Veränderung des Planungs- und Informationssystems. Die Vorgehensweise wird nach folgenden Fragestellungen strukturiert: Welche „Wettbewerber-Typen“ (z.B. Angreifer, Herausforderer, Verteidiger, Anpasser) sind im Markt aktiv? Welche Ziele und Strategien (z.B. Kostenführerschaft, Differenzierung, Konzentration) verfolgen die Wettbewerber? Welche Reaktionen sind seitens der Wettbewerber auf eigene Strategien zu erwarten, wo liegen die möglichen Schwellenwerte und Reizpunkte für Wettbewerbsaktivitäten? Welche Ressourcen und noch nicht ausgeschöpften Potenziale könnten von Wettbewerbern mobilisiert werden? Welchen Stellenwert hat das Geschäftsvolumen der einzelnen Produkt-Markt-Kombinationen für den Wettbewerber, welche Austrittsbarrieren des Wettbewerbers sind damit verbunden?
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